Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development)

Im Duden finden sich zum Begriff Nachhaltigkeit zwei Bedeutungen:

  • Einmal wird mit Nachhaltigkeit einfach eine „längere Zeit anhaltende Wirkung“ verstanden.
  • Der zweite Begriff ist angelehnt an die Forstwirtschaft, „nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“. Dies meint auch, dass „nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“.

 

In den 1980er Jahren standen die Auswirkungen naturwissenschaftlich-technologischer Entwicklungen weltpolitisch im Zentrum einer kritischen Auseinandersetzung. Auf dem „Erdgipfel von Rio de Janeiro, der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED)“ wurde als Reaktion darauf ein globales gesellschaftspolitisches Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung formuliert.

Unter einer nachhaltigen Entwicklung wird seither eine Entwicklung verstanden, die  „den Bedürfnissen der heutigen Generationen entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen“. 

Inter- und intragenerative Gerechtigkeitsforderungen, gesellschaftliche Entwicklungsfragen sowie ökologische Aspekte werden im Nachhaltigkeitsgedanken in ihrer wechselseitigen Verknüpfung zusammengebracht, was das Spezifische einer nachhaltigen Entwicklung ausmacht (vgl.: Kehren/Winkler 2019).

Vgl: https://www.duden.de/rechtschreibung/Nachhaltigkeit

Hauff, Volker (Hrsg.): Unsere gemeinsame Zukunft. Der Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, Eggenkamp, Greven 1987, S. XV

Kehren/Winkler (2019): Nachhaltigkeit als Bildungsprozess und Bildungsauftrag In: Leal Filho, W. (Hg.): Aktuelle Ansätze zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Springer Spektrum 2019, S. 373–391.